Die Erztrennung

Da die Natur die Erze zumeist unrein hervorbringt, ist es nötig, die Verunreinigungen vor dem Schmelzen abzuscheiden. Eine erste grobe Trennung erfolgte bereits im Berg. „Gmeinerz" (Bleiglanz fein und unauffällig verteilt), sowie "Stuferz" (Derberz) förderte man mit Hilfe von Hunten, Kraxen (Rückentragen) und Erztragen aus dem Bergesinneren. 


Erztrennung nach Agricola:
Das Scheideort A  Die aufgesetzten Bretter B  Der Hammer C
Der Quetscher D  Das Erzfässchen E  Der Erzeimer F

Zurück blieb taubes Gestein, welches zu Mauern geschlichtet (versetzt) wurde. Bereits abgebaute Erzlager konnten durch derartige „Versatzmauern" aufgefüllt und so vor Verbruch gesichert werden.

Eine genauere Trennung erfolgte über Tag auf einer "Klaubtafel" (Scheidebank). Das Hauwerk wurde auf einen sogenannten "Kuttstein" gelegt und mit großen Fäusteln (Quetschen) zerschlagen.


"Klaubtafel" - Scheidebank

Anschließend erfolgte die Sortierung, bei der auch Frauen und Knaben (im Alter von 12 bis 18 Jahren) mitarbeiteten. Sorgfalt und Redlichkeit dieser Hilfskräfte unterlagen strengen Kontrollen !


„Säuberbuben“

Mit freundlicher Genehmigung der Gemeinde Ramingstein


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