Wie
"Die Höll" entstanden ist
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Vor vielen hundert Jahren war
es. Da kamen plötzlich die Bewohner der Ortschaft Wald am Sonntag nicht
mehr in die Kirche. Der Vikar wunderte sich darüber sehr.
Nach der Sonntagsmesse wollte er daher nachsehen, was da los sei, und er ging nach Wald. Als er über den Ahorngraben gegangen war, hörte er plötzlich ein lautes Getöse. Schnell ging er weiter, und was sah er ? Auf einem Felsen stand eine riesige schwarze Gestalt, und unter dem Felsen waren die Walder Leute alle versammelt. Sie schauten gespannt zu der schwarzen Gestalt hinauf und hörten andächtig zu, wie diese ihnen mit lauter Stimme zuschrie: "Hört ja nicht auf die Märchen, die Euch der Pfarrer erzählt. Lasst es euch gut gehen und tut, was euch gefällt. So könnt ihr euch die Hölle verdienen, die viel schöner ist als der langweilige Himmel. Vergesst die blöden zehn Gebote und hört lieber auf mich, dann werdet ihr ein richtig lustiges Leben haben !"
Als der Vikar das hörte, wurde er sehr zornig. Er erkannte gleich, dass diese Gestalt nur der Teufel sein konnte. Schnell lief er zu dem Felsen, auf dem der Teufel stand, und nahm aus seiner Kutte ein Fläschen mit Weihwasser und ein Kreuz heraus. Er hob das Kreuz und spritze das Weihwasser gegen die grausige Gestalt. Da begann der Teufel fürchterlich zu heulen und zu fluchen. In eine stinkende Schwefelwolke gehüllt fuhr er den Hügel hinauf und riss in seiner Wut einen tiefen Graben auf. Als er oben angekommen war, schlugen aus dem Boden auf einmal riesige Flammen heraus, und der Teufel verschwand im Feuer. Dann erstarrten die Flammen zu zackigen Felsen, die man heute noch sehen kann. |
Aus dem Buch "Neue Sagen aus Zederhaus"
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Lungauer Sagenwelt |