Das
Mosermandl
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Wo heute der Zederhausener
Hausberg, das Mosermandl, stolz zum Himmel ragt, war vor vielen hundert
Jahren ein riesiges Hochmoor. Es gab dort viele heimtückische Sumpflöcher,
in denen man hilflos versank. Darum traute sich kein Mensch in diese Gegend.
Nur ab und zu geriet ein Tier dorthin und musste armselig zugrunde gehen.
Außerdem treib dort ein
Geist sein Unwesen. Es war der "Herr des Mooses".
Das kleine Männchen war sehr mächtig, aber auch gutmütig. Wenn sich von den benachbarten Almen ein Tier in das Hochmoor verirrte, brauchten die Halterbuben nur zu rufen: "Herr
des Mooses, bitte sehr, Und schon bekamen sie das Tier gesund zurück. Man durfte nur nicht vergessen sich danach zu bedanken mit dem Spruch: "Herr
des Mooses, herzlichen Dank, Wenn man darauf vergaß, oder wenn man dann keine Jause vor der Almhütte stellte, verschwand das Tier für immer. Manchmal konnten die Almleute das Männlein beobachten, wenn es die versprochene Jause abholte, und sagten dann oft: "Das Moos-Mandl war schon wieder da." Sie wussten ja nicht, dass der "Herr des Mooses" den Namen "Moos-Mandl" überhaupt nicht vertragen konnte. Das sonst so gutmütige Männchen zersprang fast vor Wut, wenn es diesen Namen hörte. Einmal kam ein neuer Halterbub auf die Alm. Er hörte bald die sonderbaren Geschichten vom "Moos-Mandl" und wie man sich verhalten musste, wenn sich ein Tier in das Hochmoor verirrte. Tatsächlich war bald darauf eines der Tiere, die er hüten musste, im Moor verschwunden. In seiner Aufregung vergaß er, wie man das "Moos-Mandl" ansprechen musste. Er rief daher laut: "Moos-Mandl,
bitte sehr, Da begann plötzlich ein heftiger Sturm und alle Almtiere kamen mit lautem Geplärr daher, liefen auf das Hochmoor zu und verschwanden darin. Aus dem Moor ertönte aber eine so laute Stimme, dass die ganze Umgebung bebte: "Elender
Wurm, mein Zaubersturm
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Aus dem Buch "Neue Sagen aus Zederhaus"
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Lungauer Sagenwelt |