Die Finstergrube

Es  war einmal ein Bauer, der hatte am Großeck eine riesige Alm. Seine Tiere auf der Weide waren weitum die schönsten.

Das kam davon, dass er ständig nachschaute, ob seine Almleute auch gut auf das Vieh schauten. Einer von den Knechten hatte das gar nicht gerne, dass der Bauer immer daher kam. Als er den Bauern wieder einmal daher kommen sah, rief er zornig: "Den Bauern und sei ganz Sach soll der Teufel holen !"

Da leuchtet plötzlich eine riesige Flamme auf dem Gipfel des Großecks auf. Erschrocken lief der Knecht in die Hütte. Vor dem Bauern aber stand auf einmal ein riesengroßer Teufel, der schrie: "He Bauer, ich soll Dich und Dein Vieh holen !" Der Bauer aber war ein frommer Mann, der den Teufel nicht fürchtete. Außerdem hatte er immer einen Rosenkranz bei sich. Er rief deshalb mutig: "Geh´ zurück in Deine Hölle und bleibt dort, wo Du hin gehörst !"

Da wurde der Teufel sehr zornig, weil er sah, dass er gegen den frommen Mann nichts ausrichten konnte. In einer stinkenden Wolke fuhr er ins Tal hinab und verschwand im Erdboden. Die Wolke, die der Teufel hinter sich ließ, verdunkelte die Sonne zwei Tage lang, dass es stockfinster war.

Seitdem heißt das Gebiet, wo der Teufel verschwunden war, "Finstergrube". Auf das Großeck ließ der Bauer danach ein Kreuz stellen. Das Loch, aus dem damals der Teufel herauskam, kann man aber heute noch sehen.


gemalt von Hannes P., 4.Klasse

Aus dem Buch "Neue Sagen aus Zederhaus" 

 

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